Aquarium pflegen - Wasserwerte

Die Notwendigkeit des Überprüfens der Werte

 

Die regelmäßige Überprüfung der Wasserwerte gehört zu einer der wichtigsten Pflegemaßnahmen, da die Lebensbedingungen der Fische zum größten Teil an gesunde Wasserwerte gekoppelt sind.

Je nach Spezies sind Fische empfindlicher oder "robuster" im Umgang mit variierenden Wasserwerten. Einige Fische sind daher schwerer zu halten als andere. Sie benötigen streng einzuhaltene Wasserwerte. Das Ausmaß der möglichen Veränderungen der Wasserwerte, in dem sie überleben können, ist bei diesen Fischen also geringer.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch "robustere" Fische mit weiter gefächerten Lebensbedingungen. Sie können auch bei stärkeren Unterschieden zu ihren optimalen Wasserwerten leben.

Dennoch sollte es das Ziel sein, die Lebewesen artgerecht zu halten und daher auf die optimalen Wasserwerte für den Fischbestand zu achten.

Getestet werden können die Wasserwerte mit speziellen Wassertests, die schnell und einfach durchzuführen sind.

 

Sollten die Wassertests ergeben, dass das Wasser nicht die geeigneten Wasserwerte hat, muss die Wasserqualität, je nach Testergebnis, durch beispielsweise folgende empfohlene Produkte angeglichen werden.

 

Nitrat-Wert senken

pH- & KH-Werte senken

pH- & KH-Wert erhöhen

Wasseraufbereiter

Welche Werte sollten bei Süßwasseraquarien überprüft werden?

 

Nachdem die Notwendigkeit der regelmäßigen Kontrolle der Wasserwerte erörtert wurde, soll auf die Werte im einzelnen eingegangen werden.

 

 

1. Nitrat (NO3)

 

Aus eiweißhaltige Stoffen wie beispielsweise Futterresten oder Fischkot entsteht zunächst giftiger Ammoniak. Dieser wird durch Bakterien zunächst zu Nitrit (NO2) und anschließend durch weitere Bakterien zu Nitrat (NO3) oxidiert. Nitrat erfüllt für die Pflanzen im Aquarium zwar seinen Zweck als Nährstoff, ist in höheren Konzentrationen jedoch schädlich für die Fische. Außerdem fördert es neben dem Pflanzenwachstum leider auch das Algenwachstum. Eine Konzentration von über 50 mg/l sollte daher nicht überschritten werden. Regelmäßige Wasserwechsel mit einem Bodenreiniger halten das Wasser sauber und senken diesen Wert.

 

Empfehlung: Nitrat-Wert senken

 

2. Nitrit (NO2)

 

Aber auch eine erhöhte Konzentration von Nitrit bei einem Wert von über 1-2 mg/l ist auf Dauer schädlich.

 

 

3. Sauerstoff (O2)

 

Die Fische und Pflanzen im Aquarium benötigen Sauerstoff zum Leben. Aber auch die Baktierien, die für den Abbau von Amoniak und weiteren Schadstoffen zuständig sind, benötigen Sauerstoff.

Die Sauerstoffkonzentration wird u.a. durch die Temperatur, die Anzahl der Fische und das Ausmaß der Bepflanzung beeinflusst. Zwar produzieren Pflanzen am Tag Sauerstoff, verbrauchen jedoch auch welchen in der Nacht.

Eine optimale Sauerstoffkonzentration bei einer Wassertemperatur von ca. 24-27°C liegt bei etwa 7-8 mg/l.

 

Bei einem zu niedrigen Sauerstoffgehalt, hilft ein Durchlüfter.

 

4. pH-Wert

 

Der pH-Wert definiert das Maß der Säure des Wassers. Der pH-Wert sollte in den meisten FÄllenn zwischen 6,5 und 8 liegen. Einige Fische bevorzugen hier jedoch unterschiedliche Werte. Daher sollte man sich vor dem Kauf neuer Fische über den notwendigen pH-Wert des Wassers informieren.

 

Empfehlungen: pH- & KH-Werte senken, pH- & KH-Wert erhöhen

 

5. Gesamthärte (GH)

 

Zusammen mit der Karbonathärte, gibt die Gesamthärte die Wasserhärte an. Die Gesamthärte wird durch die Summe aller Erdlkaliionen berechnet. Die Spanne guter Werte bei der Gesamthärte ist groß. Gute Werte für die meisten Süßwasserfische liegen zwischen 6 un 17 °dH, können aber je nach Fischart variieren.

 

 

6. Karbonathärte (KH)

 

Optimale Werte bei der Karbonathärte liegen zwischen 3 und 10 °dH.

 

Empfehlungen: pH- & KH-Werte senken, pH- & KH-Wert erhöhen